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7 Maßnahmen wie Finanzverantwortliche gegen die Inflation ankämpfen können

Viele Unternehmen kommen durch die in Österreich überdurchschnittlich hohe Inflation
mehr und mehr unter Druck. Umso wichtiger ist es, die Klaviatur des CFOs zu
beherrschen.

Vor kurzem hat die OENB die aktuelle Inflationsanalyse für das zweite Quartal 2023
veröffentlicht (https://www.oenb.at/Publikationen/Volkswirtschaft/inflation-aktuell.html).
Darin wird die Inflationsentwicklung ausführlich analysiert sowie ein Ausblick auf 2024 und
2025 dargestellt.
Wie allgemein bekannt profitiert der Staat von der hohen Inflation, da die in den Jahren
21/22 niedrigen Zinszahlungen gepaart mit hoher Inflation für einen Verschuldungsabbau
sorgten.
Gemäß OENB-Analyse sind die verzögerte Weitergabe sinkender Energiepreise sowie die
Struktur der Fiskalmaßnahmen im Vergleich zum Euroraum eine der Hauptursachen für die
höhere Inflation in Österreich. Energieträger, bei denen es keine Preiseingriffe gegeben hat
(Fernwärme, feste Brennstoffe, Gas), sind derzeit dafür ausschlaggebend, dass sich der
Inflationsabstand so gravierend ausgeweitet hat. (vgl. S. 14; Inflation aktuell Q2/23, OENB).

Inflation in Österreich - Juni 2023

Welche Handlungsaktivitäten können nun die Finance-Verantwortlichen aktivvorantreiben?

nachfolgend eine Shortlist von Maßnahmen, die beim Kampf gegen die Preissteigerungen gemäß meiner Erfahrung unterstützen können:

Maßnahme 1: Preisflexibilität einführen

  • Einführung von Preisgleitklauseln, wenn möglich Vertriebscontrolling forcieren – wie wirken sich Preiserhöhungen von Lieferanten auf den DB aus (Mengen- und Preisabweichungen)?
  • Zusammenspiel von Einkauf, Produktion, Controlling und Vertrieb optimieren Produkte und Services mit hoher Marge forcieren. Beispiel: Fokus auf Premiumprodukte, die höhere Margen erlauben.

Maßnahme 2: Aufbau von Lagerkapazitäten, wenn möglich und sinnvoll

  • Bei genügend vorhandenen liquiden Mitteln kann in dieser Situation ein Aufbau von Lagerständen sinnvoll sein, abhängig von Produkt/Branche

Maßnahme 3: Effizienz steigern

  • Automatisierung von teuren Prozessen (z.B. Produktionsprozesse, die
    automatisiert werden, aber auch alle Prozesse in der Administration, die noch
    nicht digitalisiert und automatisiert sind – z.B.: O2C, P2P)

Maßnahme 4: Zahlungsziele verändern

  • Eine behutsame Vorgehensweise ist angebracht, um Kunden und Lieferanten
    bei Laune zu halten (DSO, DPO)
  • Reduzierung der DIO (wenn Maßnahme 2 nicht sinnvoll)
    Nutzung von Factoring

Maßnahme 5: Kurzfristiger planen

  • Betrachtung von Materialkosten mithilfe von Durchschnittswerten über einen
    kürzeren Zeitraum (z.B. Quartal)
  • Kürzere Prognosezeiträume heranziehen und rasche Veränderung somit in
    die Prognose einplanen

Maßnahme 6: Kostensenkungsprogramme initiieren

  • Energiekosten optimieren Inflationsbedingt hohen Lohnkosten bestmöglich begegnen

Maßnahme 7: Absicherung des erhöhten Finanzierungsbedarfs

  • Vor allem steht die Absicherung der Liquidität wie auch einer Zinsobergrenze im Fokus, um nicht durch einen sprunghaften Anstieg oder Abfall aus dem Planungsrahmen zu fallen und eine böse Überraschung zu erleben.

Die Finanz-Abteilung muss aktiv gegen den erhöhten Liquiditätsabfluss arbeiten und wenn das bestehende Team dafür keine Kapazität hat, ist das die richtige Gelegenheit, um Verstärkung durch Finance Interimsmanagement dazu zu holen. Finance Spezialisten von Wolkenblau sind erfahren und haben Expertise mit diesen Themen. Darüber hinaus bringen sie die notwendige Dynamik ins Unternehmen, um Veränderungen schnell umzusetzen.

Der Experte
Peter Ranefeld-Rathbauer, Senior Finance Manager bei Wolkenblau, unterstützt Sie ab dem ersten Tag operativ und/oder strategisch in der für Sie entscheidenden Phase.

Er agiert für Sie als Umsetzer, Sparringpartner oder als Berater. Mit dem Vorteil der Sichtweise eines Außenstehenden sowie der rd. 25-jährigen Erfahrung aus verschiedensten Branchen werden rasch die richtigen Entscheidungen für Ihr Unternehmen getroffen.

Portraitfoto Peter Ranefeld-Rathbauer

Link zum Profil von Peter Ranefeld-Rathbauer

Wolkenblau – Finance Management ist unsere Leidenschaft
Sie haben einen Engpass in Ihrer Finanzabteilung? Oder benötigen professionelle Unterstützung bei spezialisierten Finance- und Controlling-Projekten?

Wir freuen uns darauf, Ihnen eine für Sie maßgeschneiderte Lösung anbieten zu dürfen. Wir übernehmen (Projekt-) Verantwortung, packen selbst an und sorgen für die finale Umsetzung, damit unsere Kunden die erwünschten Ziele erreichen.

 

Kontaktieren Sie uns für ein erstes unverbindliches Beratungsgespräch.

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Gelingt eine realistische Budgetierung in Anbetracht der Inflation und weiterer geopolitischer Risiken (Ukraine-Russland)?

Es steht in den Unternehmen wieder die Budgetierung und Planung an. Wir beraten unsere Kunden laufend zu Lösungsmöglichkeiten im Finanzbereich und Budgetierung. 

Noch vor einem Monat haben wir für A geplant und nach kürzester Zeit sehen die Lage und die Planungsumstände wieder komplett anders aus und B trifft ein.

Die Inflationsrate wird hingegen der Prognosen aus Juli 2022 – von © Statista 2022 – vielleicht sogar höher ausfallen. Die Inflationsrate für August 2022 lag laut Statistik Austria bei 9,10 % zum Vorjahr (https://finanzrechner.at/statistik/inflation).

Prognosen zur Inflationsrate in Österreich von 2022 bis 2027 (gegenüber dem Vorjahr) (Stand 07/2022):

Prognosewere für Inflation 2022/2023

Welche Fragen beschäftigt die Planungsverantwortlichen derzeit besonders:

  • Rohstoffpreise steigen oder fallen wieder?
  • Verfügbarkeit von Rohstoffen vorhanden oder auf Wartezeiten einstellen?
  • Produktnachfrage im Sinken oder im Steigen?
  • Strompreis weiter im Steigen oder Peak erreicht?
  • Unsicherheit bei Gasversorgung und -preis?
  • Wo geht die Inflation hin und in welcher Höhe sind Gehalts/Lohn-Erhöhungen einzuplanen?
  • Sind die notwendigen Verkaufspreise durchsetzbar?
  • Können genügend Fachkräfte eingestellt werden? Zu welchen Kosten und wie wirkt sich das auf die Produktion aus?

In wenigen Schritten zum Budget:

Unternehmensziele festlegen und Bereichsziele ableiten

Das Topmanagement gibt in der Regel die strategischen Ziele vor. Evt. kann dies in einer BSC dargestellt werden. Untergeordnete Organisationseinheiten übersetzen diese in ihre strategischen Bereichsziele. Die Unternehmens-BSC wird auf mehrere Bereichs-Balanced Scorecards heruntergebrochen. 

Aktivitäten und Maßnahmen planen

Die Budgetverantwortlichen klären, welche Aktivitäten und Maßnahmen am besten geeignet sind, um diese Ziele zu erreichen. 

Dafür notwendige Investitionen und Kosten ermitteln

Welche Kosten, Investitionen und die erzielbaren Umsätze anfallen und welche Auszahlungen damit verbunden sind. Investitionen und Kosten werden in ihrer voraussichtlichen Höhe abgeschätzt.

Zeitplan erstellen

Sie hinterlegen einen Zeitplan; festgelegt werden wann Aktivitäten und Kosten anfallen. Zusätzlich auf einem Zeitstrahl auftragen.

Budgetbedarf formulieren

Nun wird der Bedarf an finanziellen Mitteln oder an anderen Ressourcen abgeklärt und formulieren den Budgetbedarf für den gesamten Zeitraum, bis die Aktivität abgeschlossen werden kann und die Ziele oder Ergebnisse erreicht sind.

Entscheidungsvorlage erstellen

Eine Entscheidungsvorlage für die Entscheider erarbeiten, beschreiben und erklären im Bedarfsfall.

Entscheidungsvorlage und Budgetbedarf prüfen

Budget freigeben

Budgets bei Bedarf anpassen

Budgetverbrauch prüfen und gegebenenfalls eingreifen

 

Szenarienentwicklung hilft?

Mehrere Szenarien zu entwickeln kann ein guter Ansatz sein, in dieser unsicheren Zeit mit vielen unberechenbaren Variablen umzugehen. Meilensteine entwickeln und Investitionen gezielt und flexibel umsetzen.

Auch wir können dazu keine allgemein gültige Antwort geben! Was aber SICHER ist, planen sie mit Sensitivitäten und schauen sie sich genau den Liquiditätsbedarf dazu an. 

Wolkenblau Controlling Experten

Sie benötigen Unterstützung bei herausfordernden Finance-Projekten?

Die Controlling Experten im Wolkenblau Team stehen Ihnen mit Fachwissen und Führungserfahrung zur Seite, damit Sie Ihr Ziel ohne Umwege erreichen.

Holen auch Sie sich einen unserer erfahrenen Finance Manager in Ihr Unternehmen, der Ihr Team entlastet und zugleich mit Wissen und Know-How nachhaltig stärkt.

Peter Ranefeld-Rathbauer

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Wir wachsen und suchen Accounting Professionals!

Wir von Wolkenblau sehen die Finance-Welt etwas anders. Wir sind ein Team von Finance-Professionals, die ihre Erfahrung aus operativen Finance und Accounting Funktionen mit Projekt Know-how kombinieren.

Wir denken Finance weiter, entwickeln maßgeschneiderte Ansätze im Finanzmanagement und stehen für neueste Technologien und Methoden. Wir gehen neue und spannende Wege für unsere Kunden.

 

Selbsständig und dennoch im Team

Wir verstärken unser Team und suchen deshalb erfahrene Rechnungswesen Profis für den Bereich
Accounting Professionals
auf selbstständiger Basis

Das machen Sie

  • Sie betreuen Kunden in allen Buchhaltungsbereichen

 

  • Sie arbeiten eng mit dem Wolkenblau-Team zusammen, tauschen sich gerne inhaltlich aus und tragen gerne zur Optimierung der Kundenbetreuung bei

 

  • Sie planen, steuern und setzen Projekte im Buchhaltungsbereich um und haben immer ein Auge auf Cross-Selling Möglichkeiten

 

  • Sie bereiten gemeinsam mit uns neue Wege im Rechnungswesen und entwickeln attraktive Dienstleistungen für unsere Kunden

 

Das bringen Sie mit

  • Sie verfügen über Berufserfahrung in einer eigenverantwortlichen Tätigkeit im Rechnungswesen

 

  • Sie bringen Kompetenz in mindestens zwei der folgenden Bereiche mit: Debitorenbuchhaltung, Kreditorenbuchhaltung, Hauptbuch, Bilanzierung, UGB oder IFRS, Buchhaltungsprozesse

 

  • Sehr gute Kenntnisse in einem Buchhaltungssystem

 

  • Sie sind kundenorientiert und haben ein gutes Gespür für Menschen und Situationen

 

  • Sie denken lösungsorientiert, haben einen unternehmerischen Zugang und vernetzen sich gerne

 

  • Sie bilden sich gerne weiter

Das wartet auf Sie

  • Seien Sie beim Aufbau einer zukunftsorientierten Dienstleistung im Rechnungswesen dabei!

 

  • Wir leben Innovation, lieben Freiräume und lachen gerne

 

  • Wir bieten Ihnen den Vorteil eines Netzwerks (Profitieren vom Wissen anderer Profis, Backup, soziale Interaktion) und trotzdem selbstständig arbeitenn

 

  • Weitgehend zeitliche und örtliche Flexibilität

 

  • Spannende und abwechslungsreiche Tätigkeiten bei nationalen und internationalen Kunden aller Größen

Ist Ihre Welt auch schon wolkenblau?
Gehen Sie mit uns neue Wege und werden Sie Teil unseres Teams.

Ich freue mich darauf Sie kennen zu lernen!

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Wir wachsen und suchen Group – Accounting Professionals!

Wir von Wolkenblau sehen die Finance-Welt etwas anders. Wir sind ein Team von Finance-Professionals, die ihre Erfahrung aus operativen Finance und Accounting Funktionen mit Projekt Know-how kombinieren.

Wir denken Finance weiter, entwickeln maßgeschneiderte Ansätze im Finanzmanagement und stehen für neueste Technologien und Methoden. Wir gehen neue und spannende Wege für unsere Kunden.

 

Selbsständig und dennoch im Team

Wir verstärken unser Team und suchen deshalb erfahrene Rechnungswesen Profis für den Bereich
Group Accounting – Konsolidierung
auf selbstständiger Basis

Das machen Sie

  • Sie betreuen Kunden in unterschiedlichen Finance Bereichen

 

  • Sie arbeiten eng mit dem Wolkenblau-Team zusammen, tauschen sich gerne inhaltlich aus und tragen gerne zur Optimierung der Kundenbetreuung bei

 

  • Sie planen, steuern und setzen Projekte im Finance- und Accounting Bereich um und haben immer ein Auge auf Cross-Selling Möglichkeiten

 

  • Sie bereiten gemeinsam mit uns neue Wege im Rechnungswesen und entwickeln attraktive Dienstleistungen für unsere Kunden

 

 

Das bringen Sie mit

  • Sie verfügen über Berufserfahrung in einer eigenverantwortlichen Rolle im Finanz- und Rechnungswesen

 

  • Sie bringen Kompetenz in mindestens zwei der folgenden Bereiche mit:
      • Group Accounting
      • Konsolidierung
      • Prüfung von Konzernabschlüssen
      • Bilanzierung
      • SAP Keyuser
  • Sie sind kundenorientiert und haben ein gutes Gespür für Menschen und Situationen

 

  • Sie denken lösungsorientiert, haben einen unternehmerischen Zugang und vernetzen sich gerne

 

  • Sie bilden sich gerne weiter

 

 

Das wartet auf Sie

  • Seien Sie beim Aufbau einer zukunftsorientierten Dienstleistung im Rechnungswesen dabei!

 

  • Wir leben Innovation, lieben Freiräume und lachen gerne

 

  • Wir bieten Ihnen den Vorteil eines Netzwerks (Profitieren vom Wissen anderer Profis, Backup, soziale Interaktion) und Sie behalten die Freiheiten der Selbständigkeit

 

  • Weitgehend zeitliche und örtliche Flexibilität

 

  • Spannende und abwechslungsreiche Tätigkeiten bei nationalen und internationalen Kunden aller Größen

 

 

Ist Ihre Welt auch schon wolkenblau?
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Liquiditätsengpässe? Was jetzt auf viele Unternehmen zukommt – und was Sie jetzt tun sollten?

Durch die Folgen der Covid-Krise wurden in vielen Branchen die Liquiditätsreserven aufgezehrt. Die Erholung bleibt aus, die Russland-Ukraine-Krise sorgt erneut für eine angespannte Wirtschafts-Situation. Quo vadis Liquidität?

Kaum haben die Unternehmen die durch die Covid-Krise geschaffene Wirtschaftsabkühlung vorübergehend überstanden, schon prasselt die nächste Krise auf die Unternehmen ein, welche den notwendigen Aufschwung hemmt. Dies bestätigt auch eine kürzlich erstellte Umfrage des KSV1870. Rd. 80 % der Betriebe schließen nicht aus, mittel- oder langfristig in einen (vorübergehenden) Liquiditätsengpass zu schlittern. Davon meinen 9% der Unternehmen, dass sie bereits ihre liquiden Mittel aufgebraucht hätten und nicht klar sei, wie die nächsten Monate zu überdauern sein könnten.

 

Aus der Umfrage geht hervor, dass zwar für 27 Prozent der Befragten das laufende Jahr gesichert ist, darüber hinaus gibt es aber einige Fragezeichen. Weiters sind für 13 Prozent die Jahre 2022 und 2023 gesichert, für 32 Prozent die nächsten drei bis fünf Jahre.

Umfrage KSC1870

Quelle: https://www.ksv.at/pressemeldungen/80-betriebe-befuerchten-liquiditaetsengpass

 

 

An der Umfrage, erhoben vom KSC1870 und dem Markt- und Meinungsforschungsinstitut Marketagent, haben sich rd. 1300 Unternehmen aus Österreich beteiligt.

Dies bestätigt auch die zusätzliche Blitzumfrage die Wolkenblau über Linkedin durchgeführt hat. Wir haben Finance-Verantwortliche gefragt, ob die hohe Inflation sich in einen höheren Liquiditätsbedarf widerspiegelt.

 

Linkedin Blitzumfrage Wolkenblau Liquiditätsbedarf

Worauf ist zu achten, wenn die Liquidität knapp ist?

Nachfolgend finden Sie eine Anleitung, wie Sie eine kurzfristige Liquiditätsplanung auf Wochenbasis durchführen (direkte Ermittlung).

 

  • Eine wöchentliche Darstellung der Liquiditätsplanung ist besonders wichtig – wer glaubt, es würde eine monatliche Betrachtungsweise reichen, der wird spätestens am 15. des Monats, zum Zeitpunkt der Zahlung der Lohnnebenkosten und der UVA erkennen, dass es eng werden könnte (Ausnahme – es sind genügend Cashreserven bzw. Kreditlinien vorhanden).
  • Ermittlung des Cash-Status aus der Buchhaltung sowie aus den Bankkonten/Kassen

 

  • Bestehenden freien KKK ermitteln – Vorsicht bei gegebenen Garantien und L/C´s, diese vermindern den zur Verfügung stehenden Rahmen.

 

  • Debitoren – die bestehenden Debitoren sollten tagesaktuell in der Buchhaltung verbucht sein, die ERP- oder Buchhaltungssysteme können die Daten entsprechend exportieren bzw. weiterverarbeiten. Wenn kein Fälligkeitsdatum bei der einzelnen Forderung hinterlegt ist, ist sicherlich ein Zahlungsziel hinterlegt. So oder so können Sie den zu erwarteten Eingang der Forderung z.B. in MS Excel darstellen. Bitte beachten Sie die Werthaltigkeit der Forderungen!

 

  • Kreditoren – gleiche Vorgehensweise – nur den Auszahlungen in den jeweiligen Kalenderwochen zuzuordnen (siehe Zahlungsziel oder Fälligkeitsdatum).

 

  • Gibt es Aufträge, die gerade in der Pipeline sind bzw. fertig werden? Dann sind diese dementsprechend in der kurzfristigen Liquiditätsplanung zu berücksichtigen.

 

  • Gemäß Ihrer fachlichen Einschätzung als ordentlicher Kaufmann werden Sie realistische, zukünftige Aufträge/Verkäufe und somit Einnahmen einschätzen können und ebenfalls der jeweiligen Kalenderwoche als Eingang zuordnen (unter Berücksichtigung der notwendigen Ressourcen, Materials etc.). Die zukünftigen Ausgaben, welche für die Produktion/Dienstleistung/Leistungserstellung anstehen, sind ebenfalls in die jeweilige Kalenderwoche einzutragen. Bedenken Sie, dass neue Lieferanten evt. eine Zahlung in Voraus oder Anzahlungen erwarten.

 

  • Zahlung der Gehälter und Löhne und Lohnnebenkosten – Vorsicht – im Sommer kommt die Urlaubsremuneration hinzu – es macht keinen Sinn, die 13./14. Gehalts- und Lohnauszahlung auf 12 Monate aufzuteilen – dies entspricht nicht dem Liquiditätsfluss! Eine genaue Ermittlung unter Eintragung der zusätzlichen Auszahlung der Urlaubsremuneration ist entscheidend!

 

  • Auszahlungen für die Aufrechterhaltung des laufenden Betriebs beinhalten größtenteils Auszahlungen im Rahmen des sonstigen betrieblichen Aufwands und stellen meist regelmäßige Zahlungen dar (Miete, Leasing, Energie, Steuerberatung, Versicherungen, Instandhaltungen etc). Diese Auszahlungen sind ebenfalls in die jeweilige Kalenderwoche einzutragen.

 

  • UVA – vergessen Sie nicht auf die UVA – Für zukünftige Einnahmen und Auszahlungen ist diese separat zu ermitteln und jeweils rd. 6 Wochen danach in der jeweiligen Kalenderwoche zu berücksichtigen – Vorsicht bei einer ermittelten Gutschrift, diese steht Ihnen nicht sofort zur Verfügung.

 

  • Begleichung etwaiger Kapitaldienste/Rückzahlungen – diese sind ebenso zu berücksichtigen – hier kann evt. in Bankgesprächen eine vorübergehende Reduzierung vereinbart werden (Vorsicht – Gesellschafterdarlehen bei bereits in der Krise befindlichen Kapitalgesellschaften; diese sind eigenkapitalersetzend – siehe Eigenkapitalzersatz-Gesetz, EKEG).

 

  • Etwaige Kapitaleinzahlungen durch Gesellschafter verbessern die Liquidität.

 

  • Berücksichtigen Sie liquiditätserhöhende Förderungen, Zuschüsse und sonstige Unterstützungsmaßnahmen seitens des Bundes/des Landes/sonstiger Institutionen und Fördermittelgeber.

 

  • Gibt es weitere dringend notwendige Zahlungen (evt. notwendige Investitionen), die zu einer Liquiditätsverminderung führen?

 

  • Nachdem Sie alle zu erwartenden Einnahmen und Ausgaben den Kalenderwochen zugeordnet haben, ist die Differenz in der jeweiligen Kalenderwoche zu bilden. Berücksichtigen Sie bitte, dass es zu Verschiebungen auf der Eingangsseite kommen kann – Ihre Kunden sind möglicherweise ebenso von der Krise betroffen. Bleiben Sie stetig in Kontakt zu Ihren wichtigsten Kunden wie auch Lieferanten!

 

  • Sind Ihre Auszahlungen in allen Kalenderwochen gedeckt und Sie haben noch genügend Mittel frei, freuen wir uns für Sie! Wenn nicht, dann bewahren Sie kühlen Kopf und handeln rasch, aber überlegt.

 

  • Der nächste Schritt – versuchen Sie den Prozess zu verbessern, zu standardisieren und zu automatisieren. Ziel ist, dass Sie regelmäßig eine aussagekräftige Vorschau erhalten, auf deren Basis Sie Entscheidungen treffen können! Verbessern Sie stetig die Aussagekraft und binden Sie jene für Sie relevanten KPI´s, welche Ihre Liquidität beeinflussen, ein.
Überblick über den Bank Kontostand

Quelle: Dashboard, Liquiditätsplanung CITRO Interim und Beratungs GmbH

Gute Vorbereitung erhöht die Chancen

Holen Sie sich rechtzeitig externe Unterstützung. Wenn Sie sich bereits in der 60-Tagesfrist befinden, ist es meist schon zu spät.

Ein Sanierungsverfahren kann eine Chance sein und sollte gut vorbereitet werden. Wenn notwendig, kann ein Sanierungsverfahren mit oder ohne Eigenverwaltung beantragt werden. Zu beachten ist die gesetzliche Mindestquote von 20 Prozent bei einem Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung sowie 30 Prozent bei einem Verfahren mit Eigenverwaltung.

Unser Experte, Peter Ranefeld-Rathbauer, ist spezialisiert auf Liquiditätsmanagement und hat bereits einige Unternehmen durch turbulente Zeiten gesteuert.

Zögern Sie nicht und treten Sie in Kontakt mit uns:

Unsere Experten sind selbständige Buchhalter*innen und Bilanzbuchhalter*innen und haben jahrelange Erfahrung in österreichischen und internationalen Unternehmen gesammelt. Wir kennen die gängigen ERP- und Buchhaltungssysteme wie SAP, BMD, Navision, Oracle und andere. 

Wir übernehmen operative Aufgaben im Finanz- und Rechnungswesen und unterstützen Unternehmen bei Ressourcen Engpässen und speziellen Anforderungen wie z.B: bei Vakanzen, Systemänderungen, Restrukturierungen und bei Transformationsprozessen. 

Wir arbeiten Hands-on, sind flexibel sowohl vor Ort als auch Remote. 

Ihr Ansprechpartner für Liquiditätsmanagement ist Peter Ranefeld-Rathbauer.

Peter Ranefeld-Rathbauer

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